Lotte Hofmann Stiftung für Textilkunst

Die Stiftung

Die Lotte Hofmann-Gedächtnisstiftung für Textilkunst wurde von den aus Karlsruhe stammenden Schwestern Lotte und Käte Hofmann gegründet. Das damit verbundene Ziel war und ist bis heute, die Textilkunst in Deutschland zu fördern und ihre Protagonisten auszuzeichnen. Mit der Initiative der Schwestern wurde der erste und bislang einzige deutsche Preis für Textilkunst geschaffen.

Der Lotte Hofmann-Gedächtnispreis für Textilkunst wird seit 1984 vergeben und ist ausschließlich Textilkünstlerinnen und Textilkünstlern aus Deutschland vorbehalten. Der Preis ist dotiert – zuletzt mit 3000 Euro – und mit einer Ausstellung verbunden. 2021 wurden erstmals auch zwei Förderpreise für jüngere Textilkünstler*innen vergeben.

Lotte Hofmann (1907-1981) zählte im Nachkriegsdeutschland zu den bedeutenden und international bekannten deutschen Künstlerinnen, die auch durch ihr Engagement für das deutsche und internationale Kunsthandwerk auf sich aufmerksam machte. Sie war an der Gründung des World Crafts Council, des Weltverbandes des Kunsthandwerks, beteiligt und gehörte zu den Gründerinnen des baden-württembergischen Landesverbandes (1947), des Bundes der Kunsthandwerker Baden-Württemberg e.V..

In ihren letzten Lebensjahren bewegte Lotte Hofmann zunehmend, dass ihre Auffassung von Textilkunst und der damit verbundenen Einheit von künstlerischem Entwurf und handwerklichem Können auch von den Generationen nach ihr bewahrt und gepflegt würden. Vor diesem Hintergrund entschloss sie sich, einen Preis zu stiften, der ausschließlich deutschen Textilkünstler*innen vorbehalten sein sollte. Der Preis sollte den Künstler*innen als Ansporn dienen und der deutschen Textilkunst zu größerem öffentlichem Ansehen verhelfen.

Um ihr Herzensanliegen umzusetzen, brachte sie zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Käte ihr Vermögen in eine Stiftung ein. Die Stiftung hat ihren Sitz beim Bundesverband Kunsthandwerk in Frankfurt am Main. Einziges Organ der Lotte Hofmann-Gedächtnisstiftung für Textilkunst ist der der Beirat der Stiftung. Dem Beirat gehören derzeit folgende Personen an:

  1. Nanna Aspholm-Flik, Stuttgart
  2. Ulrike Isensee, Hamburg
  3. Babette Küster, Kassel
  4. Peter Schmitt, Karlsruhe